Über mich

Mein Weg zur pflanzlichen Ernährung

Meine Reise zur pflanzlichen Ernährung begann nicht über Nacht. Ende der 90er Jahre zog ich nach Wittlich. Auf meinem Weg zur Arbeit kam ich täglich an den Autobahnausfahrten vorbei, an denen Tiertransporter den Weg zum EU-Schlachthof einschlugen. Die Tiere taten mir unendlich leid und diese Bilder ließen mich nicht mehr los. Von einem Tag auf den anderen entschied ich mich, kein Fleisch mehr zu essen. 

Auf Grund eines Berichts einer Tierrechtsorganisation über Fischfang und Fischzucht folgte einige Zeit später auch der Verzicht auf Fisch und noch etwas später auf Muscheln. Mit jedem weiteren Schritt beschäftigte ich mich intensiver mit Ernährung, Gesundheit und den Bedürfnissen von Tieren. So entwickelte sich aus vielen kleinen Veränderungen eine nahezu vollständige pflanzliche Ernährung. 

Auf meinem Weg entdeckte ich, wie abwechslungsreich, kreativ und genussvoll pflanzliche Küche sein kann. Heute möchte ich diese Begeisterung weitergeben und zeigen, dass eine ausgewogene pflanzliche Ernährung alltagstauglich ist – ohne komplizierte Rezepte und ohne das Gefühl von Verzicht.

Vom Kindheitstraum zur Berufung

Als kleines Mädchen wollte ich Köchin werden. Bereits sehr früh machte es mir großen Spaß, das Frühstück für die Familie vorzubereiten und den Tisch schön zu decken. Auch die Gäste unserer kleinen Pension habe ich sehr gerne bewirtet. Mit meiner Omi habe ich viel gebacken und nach und nach fast jedes Rezept aus unserem einzigen Kochbuch nachgekocht. 

Bei uns zuhause wurde jeden Tag frisch gekocht. Als Halbitalienerin bin ich mit zwei Küchentraditionen aufgewachsen: Mal kamen deutsche Klassiker auf den Tisch, mal italienische Familienrezepte – und manchmal entstand daraus eine ganz eigene Mischung. So gab es beispielsweise gebackene Kartoffeln mit Gemüsesauce oder Minestrone auch mal mit Grießklößchen statt mit Nudeln. Für mich war diese Vielfalt ganz normal.

Der Esstisch war ein Ort, an dem Familie und Freunde zusammenkamen. Es war ganz selbstverständlich, dass ich Freundinnen spontan zum Mittagessen mitbringen durfte – es war immer genug für alle da. Gemeinsames Essen bedeutete nicht nur, satt zu werden, sondern Zeit miteinander zu verbringen, Geschichten auszutauschen und sich willkommen zu fühlen. Diese Gastfreundschaft und die Freude am gemeinsamen Essen prägen mich bis heute.

Viele meiner Sommerferien habe ich auf Sardinien verbracht. Dort spielte sich das Familienleben vor allem in der Küche und am großen Esstisch ab. Meine Tante Maria war eine leidenschaftliche Gastgeberin und die unangefochtene Chefin der Küche. Tag für Tag kochte sie mit beeindruckender Selbstverständlichkeit für rund 20 Familienmitglieder.

Wenn Zia Maria kochte, wurde nicht nur geschnippelt und gerührt – oft hörte man sie dabei auch fröhlich singen. Die Küche war voller Leben und beim gemeinsamen Essen wurde lebhaft erzählt, diskutiert, gelacht und natürlich auch herzlich durcheinander gesprochen. Es war laut und lustig – genau so, wie man sich die italienische Esskultur vorstellt.

Frische Zutaten, mediterrane Kräuter, gutes Olivenöl und das gemeinsame Genießen gehörten ganz selbstverständlich dazu. Für mich war es faszinierend zu erleben, mit wie viel Erfahrung, Liebe und Hingabe Tante Maria Tag für Tag eine so große Familie bekochte.

Diese Sommer haben mich nachhaltig geprägt. Die mediterrane Küche mit ihrem frischen Gemüse, Hülsenfrüchten, aromatischen Kräutern und ihrer Leichtigkeit begleitet mich bis heute und findet sich in vielen meiner pflanzlichen Gerichte wieder.

Meine Begeisterung fürs Kochen blieb auch während der Schulzeit bestehen. In der weiterführenden Schule belegte ich jeden angebotenen Kochkurs.

 

Mit 17 Jahren begann ich meine Ausbildung zur Hotelfachfrau. Im Rahmen der Ausbildung habe ich einige Monate die Abläufe in der großen Hotelküche kennengelernt. Besonders begeistert hat mich die Arbeit in der kalten Küche. Beispielsweise lernte ich die Herstellung von frischen Salaten für große Buffets und das Anrichten von À la carte Tellern. Auch die Vorbereitung und der Aufbau des Frühstücksbuffets gehörten zu meinen Aufgaben.

Nach dem Abschluss der Ausbildung habe ich zwei Jahre am Empfang meines Ausbildungsbetriebs gearbeitet und im Anschluss die Hotelfachschule besucht. Nach der Abschlussprüfung zur staatlich geprüften Hotelbetriebswirtin kehrte ich der Gastronomie zunächst hauptberuflich für viele Jahre den Rücken. Die Liebe zur Gastronomie blieb jedoch bestehen. Viele Jahre arbeitete ich nebenberuflich in verschiedenen Restaurants im Service und sammelte dabei weitere wertvolle Erfahrungen.

Ich liebe es nach wie vor, zu kochen und Freunde zu bewirten. Für mich bedeutet Kochen weit mehr als die Zubereitung von Speisen. Es ist eine Möglichkeit, Menschen zusammenzubringen und ihnen mit gutem Essen eine Freude zu bereiten.

 

Mit den Jahren entstand der Wunsch, meine Leidenschaft zum Nebenberuf zu machen. Bevor ich diesen Schritt wagte, wollte ich mir jedoch fundiertes Wissen aneignen.

Deshalb begann ich im Jahr 2024 mit der Ausbildung „Vegane Ernährungsberaterin“ bei Ecodemy. Diese schloss ich 2025 erfolgreich ab. 

Anschließend folgten die Fachfortbildungen 

  • Anti-entzündliche Ernährung
  • Darmgesundheit und Nahrungsmittelunverträglichkeiten 
  • Nachhaltiges Gewichtsmanagement. 

Heute verbinde ich meine Leidenschaft für gutes Essen mit meinem Wissen über eine ausgewogene pflanzliche Ernährung. Mein Ziel ist es, wissenschaftlich fundiertes Wissen verständlich und alltagstauglich weiterzugeben – ohne komplizierte Fachsprache, dafür mit vielen praktischen Tipps und einfachen Rezepten.

Die deutsche und die mediterrane Küche haben mich gleichermaßen geprägt. Ich liebe traditionelle Gerichte genauso wie neue Ideen – immer mit dem Ziel, einfache, ausgewogene und genussvolle pflanzliche Speisen auf den Teller zu bringen.

Meine Tierschutzarbeit

Der Tierschutz begleitet mich seit vielen Jahren. Ich unterstütze verschiedene Tierschutzvereine und Lebenshöfe und versuche, dort zu helfen, wo Hilfe gebraucht wird – sei es durch Spendenaktionen, Mitgliedschaften oder praktische Unterstützung.

Die Organisationen und Projekte, die ich supporte, stelle ich hier vor. Denn ich finde, sie verdienen Aufmerksamkeit, Anerkennung und Unterstützung.

Mit Veggiewolf möchte ich zeigen, dass bewusste Ernährung und Mitgefühl Hand in Hand gehen können. Jeder Beitrag und jede Mahlzeit zählt. Man muss nicht perfekt sein – manchmal reicht schon ein kleiner Schritt, um etwas zu verändern. Gemeinsam können wir viel bewegen.

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